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Diabetes: Eine Krankheit mit vielen Gesichtern

Zucker messen

Rund 420.000 Österreicher/innen leben mit der Diagnose Diabetes, weitere 180.000 Menschen haben Diabetes, ohne es zu wissen. Ein häufig unterschätztes Risiko, denn unentdeckt und unbehandelt kann diese gefährliche Volkskrankheit schwere, zum Teil lebensbedrohliche Folgen haben: Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen, Erblindung, Impotenz, Amputationen etc. Dabei kann mit Medikamenten oder einer konsequenten Umstellung der Lebensführung der sogenannte Altersdiabetes (Typ 2) wirkungsvoll behandelt werden - wenn die Erkrankung früh erkannt wird.

Das Risiko, an Diabetes zu erkranken, ist bei Männern ungleich höher als bei Frauen, wie eine aktuelle deutsche Studie belegt. Trotz aktiver Sportausübung weisen Männer vielfach einen erhöhten Blutdruck, erhöhte Fettwerte und Übergewicht auf. Keine Angst - es besteht kein Grund zur Verzweiflung. Immerhin kann mit regelmäßigem Ausdauersport und Krafttraining das Erkrankungsrisiko um ein Drittel gesenkt werden.  

Die meisten Patienten entwickeln Diabetes erst in fortgeschrittenem Alter. Doch auch viele Kinder leiden an der Stoffwechselerkrankung, die wegen der damit einhergehenden Abweichungen im Blutzuckerspiegel als „Zuckerkrankheit" bezeichnet wird. Wer an Diabetes erkrankt ist, braucht vor allem viel Wissen im Umgang mit einer komplizierten Stoffwechselerkrankung, die zunächst lange Zeit kaum Schwierigkeiten bereitet.

Unterschieden werden zwei Arten von Diabetes:

  • Beim Typ 1-Diabetes treten die Symptome aufgrund des absoluten Insulinmangels häufig eher akut und dramatisch auf. Typisch sind Leistungsabfall, starker Durst, vermehrtes Wasserlassen und starke Gewichtsabnahme.
  • In 90 Prozent aller Fälle liegt der Typ-2-Diabetes vor, bekannt als „Altersdiabetes". Hier beginnen die Anzeichen (Müdigkeit, Leistungsminderung u. a.) meist langsam und uncharakteristisch, sodass diese Form des Diabetes oft nur durch Zufall erkannt wird. Der Typ-2-Diabetes tritt häufig zusammen mit Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten auf und betrifft zunehmend Kinder und Jugendliche.

In der Frühphase können effektive Therapien und Lebensstiländerung die Erkrankung noch zurückdrängen, im Idealfall sogar heilen. Wer ein erhöhtes Risiko hat (Alter über 40, deutliches Übergewicht, Diabetes in der Familie), sollte sich regelmäßig untersuchen lassen.
Wird die Veranlagung, Diabetes zu entwickeln, rechtzeitig erkannt, hat es der Betroffene in der Regel selbst in der Hand, den Ausbruch der Krankheit hinauszuschieben oder sogar zu verhindern. Ausgewogene Ernährung und viel Bewegung sorgen dafür, dass sich das Körpergewicht und somit der Zuckerstoffwechsel normalisieren und dass die durch das körpereigene Hormon Insulin regulierte Zuckeraufnahme der Körperzellen wieder richtig funktioniert.

Obwohl Diabetes mellitus (griechisch = honigsüßer Durchfluss) nicht geheilt werden kann, können Symptome gelindert und Folgeerkrankungen weitestgehend vermieden werden. Im Mittelpunkt der Therapie stehen die Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine gesunde Lebensweise. Das Wichtigste dabei ist, den Blutzucker in seinen Zielbereich zu bringen. Reicht die optimale Lebensweise nicht aus, kann mit entsprechenden Medikamenten der Blutzucker reguliert werden.

Quellenverzeichnis

Auf dem Gesundheitsportal Österreich finden Sie umfassende und patientenorientierte Informationen über Entstehung, Diagnose und Therapie von Diabetes sowie zahlreiche Hinweise zur Prävention. 


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