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Gesundsein ist echt cool!

 
musikhörender Mann

Wusstest du, dass ein Drittel der Jugendlichen unter Allergien leidet, 19 Prozent übergewichtig sind und nur 30 Prozent ihre Gesundheit als „ausgezeichnet" beurteilen"? Ein Gesundheits-Check kann hilfreich sein.

 

Coolsein ist alles

Im Jugendalter verändert sich der Körper sehr stark, und auch die Psyche unterliegt beim Heranwachsenden besonderen Belastungen. Selbst hartgesottene Burschen können unter Akne, Kopfschmerzen, Allergien, Übergewicht oder Fehlhaltung leiden. Lässt man sich medizinisch untersuchen, so kann der Arzt Beschwerden frühzeitig erkennen und therapieren. Speziell an die 15- bis 18-jährigen Berufsanfänger richtet sich der kostenlose Gesundheits-Check der gesetzlichen Sozialversicherung. Von den 94.246 jugendlichen Berufstätigen ergreifen rund 68 Prozent die Chance und lassen sich durchchecken.

Damit du fit und gesund bleibst

Du siehst gesund aus, fühlst dich fit und bist gut drauf? Warum also zum Arzt gehen? Nun, bei der ärztlichen Untersuchung können Krankheiten und mögliche Risiken für die Gesundheit erkannt werden, bevor sie zum Problem werden. Denn für viele Krankheiten gilt: Je früher sie erkannt werden, desto größer sind die Heilungschancen. Gerade Berufsanfänger müssen wissen, ob gesundheitlich alles im grünen Bereich liegt. Durch die regelmäßige Jugendlichenuntersuchung

  • können notwendige Behandlungen frühzeitig einsetzen und sind dadurch weniger aufwendig und belastend,
  • bestehen gute Heilungsaussichten,
  • können Krankheitsfolgen oftmals vermieden oder abgeschwächt werden.

Wie und wo gehtʼs lang?

Zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr erhalten Lehrlinge und junge Berufstätige von ihrer Krankenkasse eine schriftliche Einladung plus Fragebogen zur Jugendlichenuntersuchung. Darin enthalten sind Termin und Ort der Untersuchung. Wer sich entscheidet, am Gesundheitscheck teilzunehmen, kann in der Arbeitszeit zur Untersuchung gehen, weil der Dienstgeber die dafür notwendige Freizeit gewähren muss. Zur Untersuchung müssen der ausgefüllte Fragebogen, der Impfpass sowie etwaige medizinische Befunde mitgebracht werden. Die Einladung erfolgt jährlich.

So geht gesund!

Beim Gesundheitsscheck geht es unter anderem um Erkennen und Behandeln von eventuellen Pubertäts- und Sexualstörungen, Haltungs- oder Schilddrüsenproblemen. Aber auch die soziale und emotionale Entwicklung werden ins Auge gefasst. Zur Sprache kommen gesundheitsgefährdende und überfordernde Arbeitsbelastungen (z. B. Überstunden, Staub, Lärm, giftige Substanzen), um gegebenenfalls eine berufliche Neuorientierung einzuleiten.

Insgesamt umfasst das Untersuchungspaket einen Körperscheck, ggf. Auffrischungsimpfungen und eine vertrauliche Gesundheitsberatung.

Und das Beste: Alles, was zwischen dir und dem Arzt gesprochen wird, unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht, auch wenn du unter 18 Jahre alt bist!

EKG

Schutzimpfungen

Mit Blick auf den Impfpass kann der Arzt / die Ärztin sehen, ob noch ein aufrechter Impfschutz besteht. Fehlen wichtige Auffrischungsimpfungen, etwa gegen Kinderlähmung, Keuchhusten, Diphterie, Tetanus oder gegen Masern, Mumps und Röteln, werden sie bei der Jugendgesundheitsuntersuchung nachgeholt.

 

Untersuchungen

Bei der körperlichen Untersuchung können Essstörungen wie Magersucht oder Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Fehlhaltung infolge von Wachstumsschüben, Schädigungen von Seh- und Hörsinn (z. B. durch zu laute Musik aus dem Kopfhörer) frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Auch auf eventuelle Hautprobleme wird eingegangen.

Zur Basisuntersuchung gehören:

  • Feststellung von Größe und Gewicht,
  • Blutdruck und Blutwerte,
  • Harnstreifentest,
  • Untersuchung der inneren Organe (Herz, Lungen, Leber etc.),
  • Zahnkontrolle,
  • Sehtest,
  • Überprüfung von Skelett und Muskulatur.

Je nach den erhobenen Befunden werden weiterführende Maßnahmen veranlasst.

Beratung - streng vertraulich

An die körperliche Untersuchung schließt sich ein ausführliches Beratungsgespräch an. Lifestyle-Themen wie zum Beispiel Rauchen, Drogen, Sport und Medienkonsum kommen zur Sprache. Der Jugendliche kann auch Fragen zu Verhütung und Sexualität vertrauensvoll mit seinem Jugendarzt besprechen. Häufig geht es in diesem Gespräch auch um familiäre Probleme. Thematisiert werden außerdem die Belastungen am Arbeitsplatz und gesundheitsgefährdende Arbeitsbedingungen.

Vertrauliches wird unter vier Augen besprochen. Ärzte weisen dabei ausdrücklich auf ihre Schweigepflicht hin. Sie verstehen sich als Partner der Jugendlichen.

Jugendlichenuntersuchung: Worauf wartest du noch?

Weitere Informationen finden Sie unter dem Gesundheitsportal Österreich.

Quellenverzeichnis

Ausgewählte Literatur

Griebler, R., Molcho, M., Samdal, O., Inchley, J., Dür, W., Currie, C. (Eds.) (2010): Health Behaviour in School-aged Children: a World Health Organization Cross-National Study. International research Protocol for the 2009/2010 Survey. Vienna.

Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (2011): Statistisches Handbuch der österreichischen Sozialversicherung. Wien

Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (2011): Handbuch der österreichischen Sozialversicherung. Wien

Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger: Richtlinie für die Durchführung und Auswertung der Jugendlichenuntersuchung gemäß § 31 Abs. 5 Z 17 ASVG; Verlautbarung Nr. 182/2005

Ausgewählte Internetseiten

Österreichische Sozialversicherung: Jugendlichenuntersuchung. Online unter: www.sozialversicherung.at  


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